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| | | | So grüßte einst ein Wandspruch den Gast in der Vorhalle des Thüringer Hofes, dem einst volkstümlichsten Wirtshaus Leipzigs, im ältesten Stadtteil gelegen. Krieg und Frieden, Freud und Leid im Wandel der Zeiten sind über dieses alte Anwesen dahingegangen. Es war Zeuge von Martin Luthers Disputation mit Dr. Eck in der benachbarten Pleißenburg, dem heutigen Neuen Rathaus, es hat Meister Bach erlebt, der seine Wirkungsstätte in der ebenfalls naheliegenden Thomaskirche hatte. Jahrhundertelang im Besitz angesehener Geschlechter, zählte er hohe Herren aller Art, geistliche und weltliche Würdenträger, Freunde und Gegner Luthers, Bischöfe, Kanzler, Ratsherren zu seinen Besitzern. | | |
| | | | | 1454 | | wird das Haus von Dietrich von Buckendorf gebaut. | | | | | | 1466 | | trat die Gaststätte erstmals unter der Bezeichnung "Studentenburse" und Gasthof auf. | | | | | | 1515 | | Gasthof und Ausspanne Besitzer Dr. H. Schmiedeberg, Prof. und Kanzler des Bistums Naumburg, Freund Martin Luthers | | | | | | 1552 | | Verleihung eines Hauswappens durch den Herzog Moritz Curfürst von Sachsen | | | | | | 1561-1606 | | Besitzer Erasmus von Könneritz und Freiherr von Pflugk | | | | | | 1663 | | Besitzer Dr. Chr. Marrizs, fürstlich Merseburgischer Kanzler | | | | | | 1716 | | Besitzer Dr. Ch. Ludowici, Dekan der philosophischen Fakultät | | | | | | 1838 | | übernimmt Pietzsch, der "Tigerwirt" vom Goldenen Tiger am Brühl, das Haus und gibt dem Gasthof den Namen "Thüringer Hof". Der Thüringer Hof war neutrales Gebiet aller akademischen Bürger. Hier verkehrten berühmte Persönlichkeiten wie z.B. der Dichter Klopstock und der Komponist Robert Schumann. | | | | | | 1858 | | Übernahme durch Johann August Grimpe | | | | | | 1877 | | Georg Grimpe, Sohn von August Grimpe und einer der populärsten Bürger der Stadt; übernimmt den Gasthof und gibt ihm durch die orginelle Gestaltung seine Popularität. Das Haus bot für 1200 Gäste Platz und hatte ca. 17 verschiedene Räumlichkeiten Gasträume wie "Die Luther-Halle", "Das Burgverlies", Der Karzer","Die Cantorei", "Die Gute Stube", "Die Grimpe Stube",Zimmer, die nach Richard Wagner, Theodor Körner und Bach benannt waren sowie und das Leipziger und Würzburger Zimmer gaben dem Thüringer Hof sein individuelles Gepräge | | | | | | 1888 | | erwirbt Georg Grimpe die beiden Nachbargrundstücke in der Burgstraße. Das kleinere wird sofort baulich mit dem Thüringer Hof vereint, das Pflugk` sche Freihaus bleibt noch bis zum großen Umbau ein separater Bau. Bereits um 1890 wird der Thüringer Hof in einem Atemzug mit dem Münchner Hofbräuhaus genannt. | | | | | | 1911 | | die Würzburger Hofbräu AG kauft den Thüringer Hof mit Grund und Boden,fortan erfolgte der Ausschank und Versand von Würzburger Hofbräu. | | | | | | 1930-1933 | | Großer Umbau und Einbeziehung des Pflugk`schen Freihauses, Ausbau der Lutherstube. | | | | | | 1943 | | Totale Zerstörung des Thüringer Hof im 2. Weltkrieg | | | | | | 1948-1949 | | Wiederaufbau des Thüringer Hof im Erdgeschoß | | | | | | 1972 | | Übernahme durch die Gaststättenorgani-sation Gastronom Leipzig | | | | | | 1993 | | Abriß des alten Gebäudes und Beginn des Wiederaufbaus und der Rekonstruktion | | | | | | 1996 | | Wiedereröffnung Thüringer Hof | | | | | Heute
| | Heute nun dürfen wir Sie im "neuen-alten Thüringer Hof" herzlich willkommen heißen. Wir hoffen, daß Sie ein kleines Stück der Romantik empfinden, die einst durch die Räume zog, in denen seit jeher ein Gemeinschaftsgeist herrschte, wie wohl nur in den wenigsten Stätten dieser Art. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Hause! Ihre Thüringer Hof Mannschaft und die Geschäftsführer Bernd Wagner und Ralf Lindner | | | | |
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